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Double (Landesmeister und Pokalsieger) in der dritten Saison (2004/05)

Die Mannschaft wurde in der dritten Saison sinnvoll verstärkt und das musste auch passieren, weil die Liga vom Niveau her stärker wurde. Neu hinzu kamen das stark eingeschätzte Team von Rudelswalde sowie die Haudegen Erfurt, Fiskus Erfurt und Brotterode verabschiedeten sich aus der Liga.

Die Spielstärke, die Schnelligkeit und die Spielintelligenz verbesserten sich erheblich. Beim letzten Punkt ist besonders durch das Mitwirken des allseits beliebten Altinternationalen Reinhard "Ferdl" Karger" ein enormer Schub nach vorne gemacht worden. In den meisten Spielen wurde gutes bis sehr gutes Eishockey geboten, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber das ist auch ganz normal so. Die Erfolge der Ice-Rebells haben sich natürlich schnell herumgesprochen, auch durch die Berichterstattung in den Medien, so dass in der Folge immer mehr Zuchauer zu den Spielen kamen, zum Spitzenspiel gegen Greiz weit über 300. Auch zum entscheidenden Auswärtsspiel in Crimmitschau gegen Rudelswalde, zu einem denkbar ungünstigen Termin am Sonntagabend um 20.00 Uhr, waren ca. 60 Fans mitgereist, die die Mannschaft hervorragend unterstützten.

Die Rebellen sind jedenfalls in der dritten Saison noch mehr zusammen gewachsen, weil auch die neuen Spieler schnell integriert wurden. Die auswärtigen Spieler spielen gerne in Waltershausen, weil hier ganz einfach das Umfeld stimmt und noch einiges zu bewegen ist.

Man kann in der dritten Saison viele Spieler aus einer insgesamt guten Mannschaft herausstellen, wie z.B. die technisch starken Jens Steineke und Jurij Kucheruk, Thomas Eisenträger als sicherer Rückhalt im Tor, Björn Trostdorf der Einheimische, der immer für ein oder mehrere Tore gut war, Christian Wiesemann, der spät in der Saison zu den Rebells gestoßen ist, der Mann mit dem gefürchteten Schlagschluss Christian Köberich (Köbse), last but not least der nimmermüde Antreiber, Vollbluteishockeyspieler und diesjährige Kapitän Mirko Karger. Natürlich nicht zu vergessen die osteuropäische Fraktion um Vladimir Krasjun, usw. usw. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

Uwe Walther, der den Job des Vereinsvorsitzenden dieses Jahr erstmalig übernommen hat, ist an dieser Stelle sicherlich auch positiv zu erwähnen, denn er hat mit viel Idealismus sehr viel Zeit in die Ice-Rebells investiert. Eines ist jedoch Fakt, weil auch hier immer mal wieder Kritik laut wurde, nur allein mit Spielern aus Waltershausen hätte man diese Erfolge bisher nicht erreichen können und es wären bei häufigen Niederlagen sicherlich auch erheblich weniger Zuschauer in die Eishalle am Gleisdreieck gekommen.

Die Fans kommen ja auch nicht nur aus Waltershausen und näherer Umgebung zu den Spielen. Es hat sich herumgesprochen, dass in Waltershausen gutes Eishockey gespielt wird und so finden auch Anhänger anderer Vereine immer wieder den Weg nach Waltershausen.

Die Thüringenpokalrunde bescherte den Rebellen in der ersten Runde die Wölfe vom ESC Erfurt, die absolut chancenlos waren und zweimal deutlich bezwungen wurden. Die zweite Runde brachten den Ice-Rebells ein Heimspiel gegen TU Ilmenau. In diesem Vergleich entwickelte sich ein interessantes und ansehnliches Spiel. Zumindest in den ersten beiden Dritteln wollte sich die Ilmenauer Studententruppe nicht kampflos geschlagen geben. Im letzten Drittel jedoch riefen die Ice-Rebells ihr wahres Leistungsvermögen ab (11:1) und siegten letztendlich mit 25:5. Das war auch gleichzeitig die richtige Einstimmung für die anschließende Meisterschaftsfeier, für die das Waltershäuser Bauunter-nehmen Hermann Bau drei Fässer Bier gesponsort hat.

Die Rebellen standen nun im Finale des Thüringenpokals und man durfte gespannt sein, wer sich im zweiten Halbfinale zwischen den Hainberger Füchsen Greiz und Rudelswalde durchsetzen würde. Nicht unüberraschend gewann Rudelswalde knapp mit 7:6 und war somit der Endspielgegner der Ice-Rebells. Rudelswalde hatte sich in der Liga immer als ein starker Gegner präsentiert und man durfte auf das Endspiel gespannt sein. Das Finale fand am Sonnabend, den 13. März 2005 um 18.30 Uhr in der Eishalle am Gleisdreieck in Waltershausen statt, wo eine stattliche Zuschauerkulisse den passenden Rahmen bildete.

In den ersten zwei Dritteln entwickelte sich ein relativ ausgeglichenes Spiel, besonders im ersten Drittel wirkten beide Mannschaften recht nervös. Nach 40 Minuten stand es knapp 5:4 für Waltershausen. Die Ice-Rebells hatten zu diesem Zeitpunkt auch noch zwei Disziplinarstrafen zu überstehen. Das Spiel stand auf des Messers Schneide. Im letzten Drittel konnten sich die Rebellen jedoch noch einmal steigern und mit zwei Toren von Christian Wiesemann und dem letzten Tor des Spiels durch Kapitän Mirko Karger zum 8:4 waren die Messen gelesen und der zweite Pokalsieg in der Geschichte der Ice-Rebells war unter Dach und Fach. Rudelswalde präsentierte sich als der erwartet schwere aber durchaus faire Gegner und die Spieler aus Sachsen wurden von vielen Fans der Ice-Rebells nach dem Spiel abgeklatscht. Nach diesem Spiel beendete "Ferdl" Karger im reifen Alter von 60 Jahren seine aktive Eishockeykarriere, die u.a. aus 68 Länderspielen für die DDR, 4 DDR-Meistertiteln mit Dynamo Weißwasser und einem Thüringenmeistertitel mit den Ice-Rebells Waltershausen bestand. Sein Trikot wurde unter das Hallendach gezogen und die Rückennummer #4 wird in Waltershausen nicht mehr vergeben.

Die anschließende Ehrung fand unter Beisein von Polit- und Sportprominenz statt und eine Woche später sollten die Rebellen noch eine Ehrung erfahren. In Ohrdruf wurde das Team um Mirko Karger zur Mannschaft des Jahres im Landkreis Gotha gekürt.