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Freitag, 16.12.16 - Landesliga Thüringen

EHV Ice-Rebells Waltershausen - ESC Erfurt 2:3 (1:0; 1:2; 0:1)

Ein gebrauchter Tag ....

In ihrer Vereinsgeschichte haben die Ice-Rebells bisher höchst selten ein Heimspiel an einem Freitagabend ausgetragen. Es wird sich wohl nicht wiederholen. Eishockeyspieler haben einen festen Aberglauben und lieben ihre Rituale. Nach dem Arbeits- bzw. Schultag war nicht jeder Spieler der Heimmannschaft bereit alles für sein Team zu geben. Vielleicht war das Spiel für einige Spieler im Kopf auch schon vor Spielbeginn entschieden, schließlich war das junge Team in der bisherigen Saison ungeschlagen.
Im ersten Drittel konnte Hannes Pilz die Rebellen in Führung bringen, Phillip John erhöhte zu Beginn des zweiten Drittels auf 2:0 für die Rebellen. Alles schien seinen gewohnten Lauf zu nehmen. Da machten allerdings die Gäste aus der Landeshauptstadt nicht mit. Angeführt von der herausragenden Torhüterin Anja Neuhaus, die sich einmal mehr für höhere Aufgaben empfohlen hat, kämpfte sich das Team von Trainer Linz heran. Im zweiten Drittel trafen Berthold Linz und Chris Schubert zum 2:2-Ausgleich. Die Rebellen konnten den Schalter nicht mehr umlegen, längst hatte sich der Schlendrian eingeschlichen. Die einfachen Aufgaben des Eishockey wurden nicht mehr von allen Spielern erfüllt, der Rückwärtsgang wurde nur schleppend eingelegt, das Passspiel war stark verbesserungswürdig und der kämpferische Einsatz einiger Spieler war mangelhaft. Eine Mannschaftsleistung zum Gewinn eines Spieles war nicht mehr gegeben, immerhin versuchten es besonders Hannes Pilz, Phillip John, Alexej Krasjun und Philipp Lindner mit Einzelaktionen. Sie wurden aber von der vielbeinigen Erfurter Abwehr immer wieder gestoppt und verloren den Mut, als spätestens bei Torhüterin Neuhaus der Angriff zu Ende war.
So fiel folgerichtig in der 47. Spielminute der Führungstreffer für die Gäste durch Alexander Weber. Die Rebellen wollten sich gegen die Niederlage wehren, es gelang aber nichts mehr. In den letzten beiden Spielminuten kam für Torhüter Chris Matthias ein sechster Feldspieler zum Einsatz. Der Druck auf das Gästegehäuse konnte noch einmal aufgebaut werden, Zählbares sprang nicht mehr heraus.
Es war das schwächste Spiel der Rebellen in der laufenden Saison. Es bleibt zu hoffen, dass das so bleibt und dass in den nächsten Spielen wieder der Erfolgsfaden aufgenommen wird. Im Spielplan ist "Gott sei Dank" kein Freitagspiel mehr vorgesehen.

Tore: 1:0 Pilz (6.); 2:0 John (22.); 2:1 Linz (34.); 2:2 Schubert (36.); 2:3 Weber (47.)
Strafen: Waltershausen 12 - Erfurt 34